Subjektiver Objektivtest | Fazit

Inzwischen habe ich alle drei Festbrennweiten, die ich mittlerweile in den Fingern hatte, hier ausgiebig kommentiert. Manch eine oder einer mag sich fragen: warum eigentlich zum Teufel Festbrennweiten?! Festbrennweiten sind doch total unflexibel, man ist festgenagelt auf die gegebene Brennweite. Außerdem ist die Optik bei guten Zoom-Objektiven inzwischen doch auch sehr gut.

Festbrennweiten von CanonFotos © Canon

Tja. Ich liebe Festbrennweiten. Man muss sich viel mehr Gedanken über das Bild machen, die Komposition durchdenken. Außerdem sind solche Linsen natürlich sehr lichtstark, haben ausgezeichnete optische Eigenschaften und sind verhältnismäßig günstig – wenn es nicht gerade ein Objektiv aus Canons L Serie sein soll. Gerade der Punkt mit dem durchdenken des Bildes finde ich einen spannenden Punkt. Früher, in analogen Zeiten, hat man sich über jedes Bild deutlich mehr Gedanken gemacht, da jedes Bild, das auf Kodachrome gebannt wurde, Geld gekostet hat. Natürlich kann man jetzt argumentieren: Egal ob Festbrennweite oder nicht, digital bleibt digital, da muss ich mir keine Gedanken über die Menge der Bilder machen. Klar, das stimmt schon. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich mit jedem Mal weniger Bilder mache und dennoch zu dem Resultat komme, das ich haben möchte. Schlussendlich kommt es natürlich auf die gegebene Situation an. Wenn ich am Strand bin und Surfer in den Wellen fotografiere, bringt mir eine Festbrennweite relativ wenig, da ich hier einfach Flexibilität benötige. Für Portraits oder bei Konzerten würde ich nie auf meine Festbrennweiten verzichten wollen. Entscheidet selbst.

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